Die meisten unserer biologischen, chemischen und hormonellen Parameter sind Schwankungen unterworfen. Es gibt jedoch Messwerte die als Voraussetzung für einen optimalen Stoffwechsel peinlich genau eingestellt werden müssen. Dies trifft für die Körpertemperatur zu wie auch für den Säure/Basenzustand (pH) des Blutes.
pH-Wert und Puffersystem
Der pH-Wert vom Blut und Bindegewebe (häufig als Milieu bezeichnet) beträgt Idealerweise 7.35-7.45. Er kann im Extremfall zwischen 7.0 und 7.8 schwanken, darunter oder darüber hinaus ist es nicht mehr mit dem Leben vereinbar. In diversen Organen und Körperteile sind richtigerweise auch andere pH Werte vorzufinden wie in der Scheide, im Magen-Darm, in den Harnwegen. Der Organismus unternimmt mehrfache Vorkehrungen diesen Blut pH Wert stabil zu halten. Diese "Puffersysteme" setzen sich aus verschiedensten basische Substanzen zusammen um die Säure-Belastung zu neutralisieren. Im anderen Fall resultieren Verschiebungen in den Sauren Bereich von pH 7 – 7-35. Dabei wird der Stoffwechsel massiv belastet, und kann auch ihre Funktionen nicht mehr vollständig ausführen. Enzyme brauchen einen, für sie idealen pH Wert damit sie optimal arbeiten können. Ist das nicht der Fall werden Verdauungsprozesse nicht mehr vollständig ausgeführt, und es führt zu einer weiteren Übersäuerung.
| Saure Mineralien/Spurenelemente |
Basische Mineralien/Spurenelemente |
| Schwefel |
Kalzium |
| Phosphor |
Kalium |
| Chlor |
Natrium |
| Fluor |
Magnesium |
| Iod |
Eisen |
| Silizium |
Mangan und Kupfer |
Ursachen einer Uebersäuerung (Azidose)
Eiweissüberernährung ® zuviel und zu häufige Säurezufuhr durch Lebensmittel/Getränke dadurch wird die Neutralisation überfordert, Organismus produziert selber zuviel Säure durch Stoffwechselfehler infolge Vitamin/Spurenelementen (als Enzymaktivatoren) Mangel, Mangelnde Verdauungsenzyme durch schwache Leber/Galle/Bauchspeicheldrüse, Stress, dauernde Überforderung, chronische Darmgärung, Zuckerkrankheit (Ketonsäuren, Milchsäure), Unterfunktion der Nieren (Säureausscheidung vermindert), Hunger, bestimmte Formen von Fasten (zur Säureausscheidung müssen sie erst mobilisiert werden (Ketonsäuren), Fieber, Diarrhoe (Verlust von Basen), Leberzirrhose, Herzinsuffizienz, schwere Muskelbeanspruchung (Milchsäure), Vergiftungen, Untertemperatur, Sauerstoffunterversorgung (Verbrennung der Säuren aus der sauerstoff-Abhängigen Energiegewinnung unzureichend), ungenügende Atmung (Kohlensäure wird zu wenig abgeatmet), bakterielle Gifte, Blutkrebsarten, Medikamente wie Kortison, Aspirin (Acetylsalicylsäure) u.a.m.
Ursachen einer Alkalisierung (Alkalose, eher selten)
Verlust von Magensaft (sauer!) durch andauerndes Erbrechen, übermässige Atmung (sog. Hyperventilation) (vermehrte Kohlensäureabatmung).
Generalisierte Azidosen (Übersäuerungen)
Latente Azidose: Heutzutage leider Durchschnittszustand. Der pH-Wert des Blutes ist normal bei einer Verminderung der Pufferbasen. Das Gewebe ist mit Säurevalenzen "verschlackt".
Akute Azidose: Häufig bei akuten Krankheiten, Medikamentenmissbrauch oder übermässiger Säure zufuhr. Der Körper arbeitet auf Hochtouren, die Säuren auszuscheiden, die Atmung ist beschleunigt, die Nieren und der Darm scheiden mehr aus (Harnflut, Durchfälle).
Chronische Azidose: Bei bestimmten Erkrankungen anzutreffen wie bei den chronischen rheumatischen Prozessen. Da Mineralien bei der Neutralisierung der Säuren benötigt werden, kann Calcium vermehrt aus den Knochen mobilisiert werden, (0steoporose). Auch das Haar leidet unter einer Übersäuerung und kann dabei ausfallen. Der Schweiss (bis 800 ml täglich) wird zunehmend sauer und reizt die Haut, wodurch Ekzeme und Hautirritationen begünstigt werden (Säureeinwirkung des Urins beim Windelexzem). Eine Reizblase und ständige Blaseninfekte können durch eine Übersäuerung der Hanwege begünstigt werden. Auch der Speichel (normal pH: 7.1) kann sauer werden (Süssigkeiten!), wodurch die Zähne angegriffen werden (Karies). Symptome gibt es noch viele mehr.
Lokale Azidosen
Durch eine lokale Ansäuerung kommt es zu einer Erstarrung und Verklebung der roten Blutkörperchen zu sog. Geldrollen. Diese sind für den Sauerstoffaustausch nicht mehr geeignet und begünstigen Krankheiten wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Raucherbeine, und eine weitere Übersäuerung.
Untersuchungsmethoden
Ist der Urin ständig sauer deutet das auf eine Säurebelastung hin. Bei Ihrem Drogist oder Heilpraktiker können Sie Lackmuspapier zur pH-Bestimmung erhalten. Die Selbstkontrolle sollte zwei Wochen erfolgen. Wichtig für die korrekte Messung: Lackmusstreifen muss regelrecht durchtränkt sein. Fragen Sie Ihren Heilpraktiker nach der Urin pH-Wert Tabelle um diese Werte zu notieren und um Tipps zu bekommen.
Therapie der Übersäurerung
Generell bedeutsam ist die Ernährung im Säure / Basen Gleichgewicht. Dazu dient die folgende Aufstellung 80% der Nahrung sollte basisch sein, nur 20% sauer. Tierische Eiweisse erhalten Zellkernmaterial (Chromosomen) mit schwefel- und phosphorhaltigen Verbindungen, daneben Purine, die zu Harnsäure abgebaut werden.
Saure Nahrungsmittel
Fleisch, Geflügel, Wild, Wurst, Speck, Innereien (Leber, Nieren, Hirn), Fleischbrühe, Käse, Quark, Eier (Eiweiss ist säureüberschüssig, Dotter allein = basisch), Hülsenfrüchte, Spargel, Rosenkohl, Erdnüsse, Essig, Senf, stark kohlensäurehaltige Getränke, Sekt, Vollwertgetreide (am wenigsten Hafer, Dinkel, Hirse)
Säurebildende Nahrungsmittel
Fabrikzucker, Süssigkeiten, Schokolade, süsse Torten, Speiseeis, Weissmehlprodukte, raffinierte Fette und Oele, gewöhnliche Margarine, billige Salatöle, geschälte und polierte Getreide, poolierter Reis, weisse bis graue Brote, Bohnenkaffee, Limonaden, Alkohol
Basische oder Basenbildende Nahrungsmittel
Kartoffel, Milch (roh), Sahne, Blattgemüse, Wurzelgemüse, Gemüsefrüchte, Gemüsesuppen, Obst, auch Dörrobst, Mandeln, Wildkräuter, Löwenzahn, Brennessel, Gewürzkräuter, Kresse, Petersilie, Schnittlauch, Majoran, Thymian, Rosmarin, Salbei, Mineralwasser ohne Kohlensäure
Nahrungsmittel im Säure-Basen-Gleichgewicht
Wasser, naturbelassene Fette und Oele, Butter, frische Walnüsse
Weitere Massnahmen
Einnahme von Basenpulvern (Alka N, Flügge Basenpulver usw.)
Aktives und passives Schwitzen
Schweisstreibende Tees, Nieren-Blasen Tees, Leber Gallen Tees
Colon-Hydro-Therapie
Gehen Sie zum Heilpraktiker für:
Unterstützende Ausleitverfahren: Schröpfen, Baunscheidtieren usw.
Homöopathie: für Ihr Individuelles Mittel
Schüssler Salz: Biochemische Mittel um die Ausleitung der Säuren zu Unterstützen.
Heilpflanzenmischungen: für Leber-Galle, Nieren-Blase, Magen-Darm Tropfen
Vitamine, Spurenelemente und Basenmischungen: Um die Revitalisierung zu fördern
Ernährungsberatung: begleitetes Fasten um gründlich zu Entsäuern.