Schnupfen

Im Volksmund wird eine Erkältung häufig als Grippe bezeichnet, der richtige medizinische Ausdruck ist jedoch "grippaler Infekt", während die Grippe einen schwereren Infekt darstellt, bei dem auch Gliederschmerzen und sehr hohes Fieber etc. vorkommen.

Verbreitung
Die Ansteckung mit Viren erfolgt über fliegende Tröpfchen beim Niesen, Husten sowie durch körperlichen Kontakt. In den Atemwegen können sie sich dann schnell vermehren, da hier die Temperatur durch das Atmen meist unter der Körpertemperatur liegt. Am schnellsten entwickeln sich Viren bei 33°C.

Symptome einer Erkältung
Kopfschmerzen, Frösteln, Niesen, die Nase "rinnt", die Schleimhäute schwellen an und das führt zur verstopften Nase. So oder so kann man schlecht riechen. Das Nasensekret ist erst wässrig-klar, kann aber im Verlauf gelbgrün und dickflüssig werden. Halsschmerzen beim Schlucken. Mundgeruch, belegte Stimme.

Abwehrmassnahmen des Körpers sind
Fieber,denn durch die Erhöhung der Körpertemperatur werden die Viren und Bakterien bekämpft.
Laufende Nase, denn durch den Schleim werden Viren nach draußen befördert.
Diese Reaktionen des Körpers sollten deshalb nicht zu stark unterdrückt werden.

Vorbeugende Massnahmen/Abwehrstärkung

Dem Wetter angepasste Kleidung tragen um zu vermeiden, dass man sich unterkühlt. Erstes Gebot wenn man durchnässt/durchgefroren ist/war, ist es sich wieder aufzuwärmen. Zuerst ein heisse Getränke und dann ein heisses Bad nehmen. Wichtig ist es den Körper von innen nach aussen zu erwärmen.
Regelmässige Besuche in der Sauna stärken die Abwehr.
Am Schluss des Duschens kurz mit kaltem Wasser einen Temperaturreiz setzten.
Auf ausreichende Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen achten, damit die Schleimhäute nicht zu trocken werden. Wenn nötig Anfeuchtung der Schleimhäute mit einer Kochsalzlösung mit Zerstreuer, Pipette oder Wattestäbchen aufgetragen.
Keine Schwimmbadbesuche, da Chlor oder Ozon die Schleimhäute unnötig reizen.
Immer wieder mal ein Entspannungsbad nehmen.

Heilpflanzentinkturen
Echinaceatinktur (Abwehrstärkend, Immunstimulierend) zwischen Oktober und Februar/März intervallmässig 2-3x täglich 20 Tropfen (3 Wochen täglich dann 1 Woche Pause) oder auch erst einsetzen wenn sich Symptome bemerkbar machen, dann aber hochdosiert 5-7x täglich 35 Tropfen.
Teufelsbuschwurzel/Taigawurzel (T-Lymphozyten erhöhend) zwischen Dezember und Februar täglich 15 Tropfen.
Propolis Tropfen (10 –20 Tropfen auf das Brot)/ Gurgeln mit 20 Tropfen in Wasser (Vorsicht vor Allergie)

Ernährung
Gesunde und abwechslungsreiche Ernährung mit vielen Vitaminen aus frischem biologischem Obst, Salat und Gemüse.
Auch Multivitamin- Präparate mit Vitamin C und Vitamin B Komplexe.
Vitamin C: Kohlgemüse, Spinat, Aprikosen, Sanddorn, Hagenbutte, Kiwis, Zitrusfrüchte, schwarze Johannnisbeeren.
Warme Getränke sind den kalten vorzuziehen, weil diese die Atemwege warm halten und dadurch die Vermehrung der Viren einschränken.
Täglich 2 l Früchte- , Kräutertees oder frischgepresste Obstsäfte.

Vermeiden
Alkoholische Getränke und Rauchen.
Grundsätzlich sollte Eiweiße soweit wie möglich gemieden werden, insbesondere die hochkonzentrierten Eiweisse (z.B. Fleisch, Käse, Eier, Hülsenfrüchte, Nüsse).

Therapie bei Erkältungen

Nehmen Sie sich 2 –3 Tage Zeit um Ihre Gesundheit wieder zu erlangen.

Fieber
Fieber ist eine sinnvolle Abwehrreaktion des Körpers. Bei Bedarf mit Wadenwickeln senken (Wickel mit lauwarmem Essig-Wasser tränken, um die Waden legen, verdunsten lassen, oft erneuern). Patient nur leicht zudecken.
Ausreichend trinken, vor allem Lindenblüten-, Holundertee oder auch Früchtees.

Husten
Warme Milch mit Honig trinken.
Teemischungen aus Goldrute, Hagenbutte, Holunder, Lindenblüten, Zinnkraut, Ingwer.
Gurgeln oder Trinken von Mischungen aus:
Schleimbildend (Mucilaginosa): Eibisch, Spitzwegerich, Königskerze, Huflatich, Malve, Isländisch Moos
Auswurffördernd (Expectorantien): Schlüsselblume, Alant, Lungenkraut, Seifenkraut, Bibernelle, Senega (Ipec.).
Krampflösend (Bronchiolytica): Thymian, Sonnentau (Drossera), Anis, Fenchel, Pestwurz, Efeu,

Inhallieren
3 x täglich ca. 10 Min. danach 30 Minuten ruhen und nicht in die Kälte gehen.
Kamillen (entzündungshemmend, bakteriostatisch); Eukalyptus (antibiotisch, durchblutungsfördernd, schleimlösend); Schlüsselblume (stark schleimlösend und auswurffördernd); Thymiankraut (antibakteriell, schleimlösend und auswurffördernd); Salbeiblätter (entzündungshemmend); Pfefferminzblätter (antibatkeriell, befreit die Atemwege)

Massage für verstopfte Nase
Mit beiden Zeigfingern den Nasenrücken nahe den inneren Augenwinkel massieren bis ein Gefühl der Wärme entsteht.
Hinterkopf auf beiden Seiten die Grube zwischen Hals und Nackenmuskeln ca. 1 Min massieren.
Erst linke dann die rechte Brust mit warmer Handfläche 15-20 mal reiben (Brustwarze dient als Mittelpunkt)
Ist die Absonderung z. B. aus der Nase sehr stark, ist anzuraten den Genuss von Teigwaren oder Getreideprodukten deutlich einzuschränken (z.B. Brot, Nudeln). Dagegen darf Reis und Gerste genommen werden.

Halsschmerzen
Quarkwickel ca. 30 Min..
Gurgeln mit Salzlösung, Salbei und Thymiantee.

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