Wichtig ist, dass eine ausheilende Behandlung angestrebt wird bei der es allein um die Unterstützung und Lenkung der körpereigenen Abwehrprozesse geht. Eine schnelle Erleichterung wird häufig mit Unterdrückenden Medikamenten erreicht, doch wird dabei der körpereigene Abwehrkampf entscheidend geschwächt und die Krankheit nicht ausgeheilt. Die Schwächung des Organismus bleibt latent vorhanden, wobei es bei einem weiteren Schnupfen wieder zu einer Sinusitis kommt. Bei wiederholt unterdrückenden Therapien mit Medikamenten entwickelt sich dann eine chronische Sinusitis.
Beschwerden/Symptome
Durch Viren oder Bakterien die beim Schnupfen in die Nebenhöhlen gelangt sind, gibt es ein anschwellen der Schleimhäute. Dadurch sind die Verbindungsgänge geschlossen und ein Abfliessen des Sekrets durch die Nase unmöglich. Es kommt zu einer Entzündung mit allgemeiner Müdigkeit, gelegentlich Fieber und Kopfschmerzen.
Typische Schmerzen einer Nasennebenhöhlenentzündung ist ein Druckgefühl in den Backenknochen oder über den Augen die sich besonders beim Bücken, beim Beklopfen des Gesichtes beim heben eines Gewichtes oder beim Schneuzen zeigen.
Das Nasensekret kann nach hinten in den Rachen fliessen wo es einen Husten auslöst.
Teilweise kommt es auch zu Kiefer-, und Zahnschmerzen vor allem wenn die Kieferhöhlen betroffen sind.
Bei Erwachsenen ist häufig zuerst die Kieferhöhle, dann Siebbeinzellen, dann Stirnhöhle und am Schluss Keilbeinhöhle betroffen. Bei Schulkindern sind viel die Siebbeinzellen betroffen wo es dann zu einseitigen Stirnkopfschmerzen kommt, die sich beim Bücken verstärken.
Vorbeugende Massnahmen
Raumtemperatur nicht zu hoch einstellen.
Genügend Luftfeuchtigkeit (Luftbefeuchter, Wäsche im Zimmer aufhängen, nasse Tücher auf Heizkörper legen).
1-2 Liter Flüssigkeit täglich wie: Holunder-, Hagenbutt-, Thymian-, Salbei-, oder andere Kräutertees.
Körper warm halten und die Kleidung der Witterung anpassen. Keine kalten Füsse! Den Kopf und den Hals vor Unterkühlung schützen.
Therapie
Nasenspülungen mit einer Nasendusche, Nasenkanne oder Lotusflasche (Drogerie) in ein Nasenloch laufen lassen. Danach das andere Nasenloch spülen. Täglich 2-4 x wiederholen. Geräte immer wieder auskochen wegen Reinfektion.
Nasenspülungen
Kochsalzlösung, Emsersalz oder Zitronensaftlösung zuerst einsetzen, erst danach Inhalieren.
Kochsalzlösungen: 1 gestrichener TL auf 5 dl. handwarmes Wasser in die Nase mit einer Pipette oder einer Nasendusche.
Zitronensaftlösung: 1 Esslöffel Zitronensaft mit 1 Messerspitze Meersalz mit einem Glas lauwarmen Wasser mischen und eine Nasenspülung vornehmen.
Schleimhautabschwellende Nasentropfen nicht länger als 7 Tage anwenden.
Inhalieren
3 x täglich ca. 10 Min. danach 30 Minuten ruhe und nicht in die Kälte gehen.
Heilpflanzen mit 1 Liter kochendem Wasser überbrühen, den Kopf mit einem grossen Tuch überdecken und die Dämpfe über Nase und Mund einatmen. Es kann eine Mischung von einigen Heilpflanzen sein oder auch nur eine einzelne.
Kamillen (entzündungshemmend, bakteriostatisch)
Eukalyptus (antibiotisch, durchblutungsfördernd, schleimlösend)
Schlüsselblume (stark schleimlösend und auswurffördernd)
Thymiankraut (antibakteriell, schleimlösend und auswurffördernd)
Salbeiblätter (entzündungshemmend)
Pfefferminzblätter (antibatkeriell, befreit die Atemwege)
Ätherische Oele
5 Tropfen auf 1 Liter heissem Wasser reichen aus. Inhalieren Sie wie oben beschrieben.
Eukalyptusöl, Thymianöl, Kiefernöl, Latschenöl, Pfefferminzöl, Melissenöl, Cajeput, Teebaumöl, Po-Ho-Oel
Wickel
Mehrmals täglich wiederholen.
Leinsamenkompresse (100 gr. Leinsamen oder Leinsamenmehl mit 200 gr. Wasser zu einem Brei Kochen), warme Päckchen (Taschentuch, Stoffwindel) auf Stirn, Nasenwurzel oder Wangen auflegen.
Kartoffel Wickel 1-2 geschwellte Kartoffeln in einem Baumwolltuch zerdrücken und auf erkrankte Stelle auflegen. (Vorsicht wegen Verbrennungsgefahr).
Kamillenkissen für Kinder gut geeignet: Kammillenblüten in ein Baumwollsäcklein aufwärmen (auf Heizkörper oder zwischen 2 Bettflaschen), dann das Kissen auflegen.
Meerrettich Wickel für robuste Männer: 1 Stück Meerretichwurzel raffeln und in Taschentuch geben, danach auf den Nacken des Patienten legen, 5 – 10 Min. einwirken lassen. Nicht für Kinder geeignet.
Quarkwickel wenn Kälte sich besser anfühlt.
Schwitzpackung
Eine Mischung von Holunderblüten und Lindenblüten, 2 Tassen möglichst heiss und schnell trinken. Gleichzeitig ein 10 Min. Fussbad mit Heublumenextrakt 39 Grad, danach 1 Std. Bettruhe.
Abwehrsteigernde und Entgiftende Massnahmen
Vitamin C in einer natürlichen Form als Zitronenwasser: alle 2 Std. eine Zitrone (biologischer Anbau) auspressen und mit warmen Wasser vermischt schluckweise trinken. Schmeckt es zu sauer kann mit wenig Honig leicht gesüsst werden.
Sanddornsaft, Orangen, Acerola-Kirschen, Habebuttentee.
Echinacea und/oder Umckaloabotinktur in akuten Phasen stündlich 15 - 20 Tropfen mit Wasser schluckweise eingenommen. Kinder pro Lebensjahr 1-2 Tropfen. Nicht länger als 3 – 4 Tage einsetzen.
Kapuzinerkressetinktur
Weitere Massnahmen
Rotlicht Bestrahlung (Infrarotlampe)
½ Zwiebeln besteckt mit Nelken sollte Nachts neben das Bett gelegt oder aufgehängt werden.
1-2 Tg. Fastenkur, dann leichte Vegetabile Kost.
Wechselfussbäder (Kalt Warm) oder Ansteigende Fussbäder mit Heublumenextrakt.
Tannenknospen-Mazerat stündlich in Mund sprayen, ist vor allem bei Kindern sehr hilfreich.
Bei trockener Nase mit Finger oder Wattestäbchen folgendes auftragen: Misita Salbe, Johannisöl, Mandelöl, Vaseline oder Majorantee mit wenig Butter vermischt auftragen.
Zum Heilpraktiker/Homöopathen für
Homöopathie
Schüssler Salze
Eigenbluttherapie
Enzymtherapie; Vitamintherapie
Ausleitende Methoden (Schröpfen/Baunscheidtieren)
Schleimhautsanierung
Sprechen Sie mit Ihrem Heilpraktiker/Homöopathen wenn Sie jedes Jahr eine Nasennebenhöhlenentzündung haben.